10.04.2026 - 12.04.206, Schlusstour
Frühmorgens am 10. April trafen sich 13 Skitüreler zur dreitägigen Schlusstour im Bündnerland. Roman Schmucki chauffierte uns mit Skiclubbus und Anhänger nach Davos, wo wir uns am Bahnhof mit einem Kaffee stärkten und Ruedi aufluden, der den Bus von unserem Ausgangsort Wägerhus am Flüelapass nach Klosters bringen würde. Bald schon hatten wir angefellt und die LVS-Kontrolle gemacht. Es konnte losgehen. Zunächst konnten wir noch ein paar Sonnenstrahlen geniessen, doch schon bald holte uns die angekündigte Niederschlagsfront ein und es begann leicht zu schneien. Teils auf der Passstrasse, teils etwas abseits erreichten wir die Passhöhe und fellten für eine kurze Abfahrt ab. Schon bald folgte dann der Aufstieg zur Fuorcla Radönt. Wegen dem schlechten Wetter fellten wir gleich ab und nahmen die Abfahrt in Angriff. Meist traversierend mit mehreren kleinen Anstiegen kamen wir in Sichtweite der Grialetschhütte, zu welcher wir zuletzt noch mit ein paar Schwüngen abfahren konnten. Nach ca. 4 Stunden hatten wir das Tagesziel kurz nach dem Mittag erreicht und wurden von Werner Schweizer herzlich begrüsst. Den Nachmittag verbrachten wir mit Essen, Schlafen, Jassen und Plaudern. Simon und Roman hatten noch überschüssige Energie und gingen dem eher unfreundlichen Wetter zum Trotz noch einmal raus auf die Skis. Nach dem feinen Nachtessen, welches uns Werner mit seinem Team servierte, gingen die meisten eher früh zu Bett, um für den Samstag ausgeschlafen zu sein.
Um 6:15 machten wir uns bereits auf den Weg. Die Morgenstimmung war wunderschön. Nur schon dafür hatte sich das frühe Aufstehen gelohnt. Der Himmel war fast wolkenlos und vom Vortag lagen ein paar Zentimeter Neuschnee. Das Gipfelziel war der Piz Grialetsch. Unterwegs überholten wir eine Schneeschuhgruppe, die etwas vor uns in der Hütte aufgebrochen war und schon bald begrüsste uns auch die Sonne. Über einen kurzen, etwas steileren Aufstieg erreichten wir das Skidepot und wechselten für den Gipfelaufstieg zu Steigeisen und Pickel. In vier Gruppen stiegen wir in der immer steiler werdenden Flanke auf den schmalen Gipfelgrat. Der Gipfel selber war so klein, dass wir ihn nacheinander besuchen mussten. Das Panorama war sehr eindrücklich. Der Abstieg war Anfangs anspruchsvoll. Bevor wir die Abfahrt in Angriff nahmen, stärkten wir uns an der Sonne aus dem Rucksack. Schöne, breite Hänge mit gutem Schnee entlockten uns auf der Abfahrt einige Juchzer und bereiteten allen sichtbar Freude. Auf der Alp Funtauna war der Punkt erreicht, um die Felle wieder zu montieren und den Anstieg zur Keschhütte in Angriff zu nehmen. Am Südhang des Val Funtauna an der prallen Sonne aufsteigend wurde das eine schweisstreibende Angelegenheit. Trotzdem führten wir angeregte Gespräche, was den Aufstieg recht kurzweilig machte. Wieder kurz nach dem Mittag erreichten wir die Keschhütte. Der Nachmittag verlief ähnlich wie am Tag zuvor, mit dem Unterschied, dass wir draussen vor der Hütte, mit Blick auf den imposanten Piz Kesch, die Sonne geniessen konnten.
Am Sonntag klingelte der Wecker schon um 4:15. Eine Stunde später brachen wir im Licht der Stirnlampen zum Piz Porchabella auf. Diesen erreichten wir kurz nach Sonnenaufgang wiederum mit Steigeisen und Pickel. Vom Skidepot fuhren wir zuerst durch ein steiles Culoir ab und stiegen dann zur Porta d'Es-cha auf. Auf der anderen Seite seilte Dave Einen nach dem Anderen ab. Nach einer Znünipause fuhren wir weiter, bis wir nach einem Gegenaufstieg mit einigen schneefreien Passagen ins Skigebiet von Zuoz gelangten. Dort war von der ehemaligen Skipiste noch ein Streifen Schnee bis ins Dorf hinab vorhanden, auf welchem wir die 700 Höhenmeter abfahren konnten. Zu Fuss wäre das eine Tortour geworden. Ohne Wartezeit am Bahnhof konnten wir den Zug nach Klosters besteigen, wo wir uns im Skiclubbus umziehen und anschliessend ein feines Mittagessen in einer Pizzeria geniessen konnten. Gemütlich liessen wir so die Tour ausklingen und Roman brachte uns anschliessend wohlbehalten wieder nach Hause.
Im Namen aller Teilnehmer danke ich den Tourenleitern Dave, Jasmin, Roman und Ramon ganz herzlich für die Organsiation und Leitung dieser sehr schönen und abwechslungsreichen Schlusstour.
Michi Pfenninger


